Ökumene

Im Leben der Kirche von Freiburg spielt die ökumenische Dimension eine wesentliche Rolle. Einander begegnen und kennen lernen, miteinander und füreinander beten, gemeinsam die Heilige Schrift lesen und miteinander über den Glauben sprechen - das ist heute in vielen Pfarrgemeinden bereits genauso selbstverständlich wie zahlreiche Begegnungen und Aktivitäten auf der Leitungsebene der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Erzbistums Freiburg.

Ökumenische Pfingstgottesdienste

So feiern die beiden Bischöfe seit 1981 jährlich in der Woche vor dem Pfingstfest einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst, der jeweils in verschiedenen Städten und Gemeinden des badischen Landesteils stattfindet. Einmal im Jahr treffen sich zudem der Evangelische Oberkirchenrat von Karlsruhe und das Domkapitel der Erzdiözese Freiburg mit den beiden Bischöfen an der Spitze zu gemeinsamen Konsultationen. Und es ist inzwischen guter Brauch, dass Vertreter der anderen Konfession wechselseitig an den Versammlungen der Landessynode der Evangelischen Kirche in Baden und an den Sitzungen des Diözesanrates der Katholiken teilnehmen.

Gemeinsame ökumenische Erklärung

Ein Zeichen der Ermutigung auf dem Weg des ökumenischen Miteinanders ist überdies eine vielbeachtete gemeinsame Erklärung, die das Erzbistum Freiburg und die Evangelische Landeskirche in Baden unter dem Titel "Gottesdienst und Amtshandlungen als Orte der Begegnung" erstmals 1980 veröffentlichten.

In dieser 1999 in einer überarbeiteten Fassung neu herausgegebenen Schrift werden zunächst theologische Grundfragen aufgegriffen, um daraus dann im Blick auf Gemeinsames und Trennendes praktische Überlegungen und Konsequenzen in Fragen des Gottesdienstes, der Taufe, der Eheschliessung, der Salbung kranker Menschen sowie der Bestattung zu formulieren. Zusammen mit einer ausführlichen Dokumentation der wichtigsten offiziellen Texte zur Ökumene ist das Papier vor allem für alle im pastoralen Dienst stehenden Männer und Frauen gedacht, um über gemeinsame Gespräche in Ältestenkreisen, Pfarrgemeinderäten, Ökumenischen Gruppen, Religionsklassen und anderen Gremien zu einem besseren Verstehen und einem vertieften ökumenischen Denken und Handeln anzuregen.

Dem Ziel, die kirchliche Einheit und Gemeinschaft auf breiter Ebene nach Kräften zu fördern, dient auch das Engagement der Erzdiözese Freiburg in der "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg" (ACK). Das 1973 gegründete Gremium, dem landesweit 15 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften angehören, bemüht sich um eine geistliche und theologische Grundlegung der ökumenischen Arbeit. Mit regelmäßigen Begegnungen ihrer Mitglieder sowie durch die Entwicklung, Förderung und Koordinierung ökumenischer Studien, Initiativen und Aktionen ist die ACK bestrebt, ein Klima zwischenkirchlichen Vertrauens zu schaffen, ökumenisches Bewußtsein zu bilden und gemeinsame Verantwortung wahrzunehmen.

Einheit mit orthodoxen Christen

Zur ökumenischen Dimension der Kirche von Freiburg gehört selbstverständlich auch das Bemühen um die Einheit mit den orthodoxen Christen. Dieser Aufgabe widmet sich in besonderer Weise das ökumenische Zentrum "Cyrill und Method" in Mannheim, dessen Schwerpunkt vor allem in der Information über die Geschichte und das Leben der östlichen Kirchen sowie in der Pflege der orthodoxen Liturgie liegt.
Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften
Die Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften zwischen evangelischen Pfarrgemeinden
in der Evangelischen Landeskirche in Baden und römisch-katholischen Pfarreien in der Erzdiözese Freiburg steht rechts zum download bereit.